Der Dorfbrunnen

als Unterrichtsvorlage vom Lehrer Baukhage 1960 gesammelt


Früher gab es keine Wasserleitungen in den Häusern. Das Wasser

wurde vom Dorfbrunnen geholt. Das war lästig, besonders bei der

Wäsche, weil man da ja viel Wasser gebraucht. Aufgespült wurde

allerdings am Bach oder am Teich; die hölzernen Wäscherampen dafür

konnte man in den 6Üiger Jahren noch hier und da finden.


Der Dorfbrunnen wurde besonders am Abend zum Treffpunkt. manches

Schwätzchen wurde beim Wasserholen gehalten. Dorfbrunnen und Linde

sie sahen manch frohes Spiel und manch schönen Tanz der Jugend.

Nach Anlage von Brunnen der einzelnen Häuser - meist mit einer

Pumpe im Hause - wurde der Dorfbrunnen bedeutungslos und wurde

abgedeckt.


1952 wurde der Rönsahler Dorfbrunnen beim Bau der Mauer vor dem

Hause Steger ("Vor dem Isern“) freigelegt und von Herrn August

Steger in der jetzigen Form hergerichtet.


Der Brunnen Vor dem Isern wird gerne als Dorfbrunnen bezeichnet.

In seiner jetzigen Gestalt kann man ihn auch so nennen. Doch der

eigentliche Dorfbrunnen hat sicher auf dem Marktplatz gestanden.

In einem Gemeindeprotokoll vom Jahre 1859 wurde dieser mit einem

Gewölbe versehen, d.h. abgedeckt.